Informatik 12 1.1 Aufbau von Sprachen

 Inhalt des Kurses    
0. Startseite   1.1 Aufbau von Sprachen
1. Formale Sprachen     1.2 Grammatiken formaler Sprachen
2. Kommunikation und Synchronisation von Prozessen   1.3 Endliche Automaten
3. Funktionsweise eines Rechners   1.4 Grenzen endlicher Automaten
4. Grenzen der Berechenbarkeit    
   
   
   
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1.1 Aufbau von Sprachen

 

Musik

Was spielst du, Knabe? Durch die Garten gings
wie viele Schritte, flüsternde Befehle.
Was spielst du, Knabe? Siehe deine Seele
verfing sich in den Stäben der Syrinx.

Was lockst du sie? Der Klang ist wie ein Kerker,
darin sie sich versäumt und sich versehnt;
stark ist dein Leben, doch dein Lied ist stärker,
an deine Sehnsucht schluchzend angelehnt. -

Gieb ihr ein Schweigen, daß die Seele leise
heimkehre in das Flutende und Viele,
darin sie lebte, wachsend, weit und weise,
eh du sie zwangst in deine zarten Spiele.

Wie sie schon matter mit den Flügeln schlägt:
so wirst du, Träumer, ihren Flug vergeuden,
daß ihre Schwinge, vom Gesang zersägt,
sie nicht mehr über meine Mauern trägt,
wenn ich sie rufen werde zu den Freuden.

(Rainer Maria Rilke, Das Buch der Bilder);

 

Schild

(Schild in Regensburg)

 

Kennzeichen

 

Schroedinger

 

Sprachen gibt es in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Die wesentliche Aufgabe der Sprache ist die Kommunikation.

Die Kommunikation kann zwischen Mensch und Mensch aber auch zwischen Mensch und Maschine stattfinden.

Die Sprache selbst kann in unterschiedlichen Darstellungen vorliegen.

Die folgende Grafik verdeutlicht das Grundprinzip:

Prinzip_Sprache

 

Kommunizieren Menschen miteinander, verwenden sie eine sog. natürliche Sprache, die facettenreich und auch mehrdeutig sein kann.

Künstliche Sprachen, wie etwa eine Programmiersprache oder ein mathematischer Formalismus arbeiten nach strengeren Regeln und wurden zu bestimmten fachlichen Zwecken entwickelt.

In der Informatik arbeitet man zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine mit formalen Sprachen .

Unter einer formalen Sprache versteht man die Menge zulässiger Zeichenketten aus einem bestimmten Zeichenvorrat (Alphabet).

Die Bildung der Zeichenketten erfolgt nach bestimmten Regeln. Die Gesamtheit dieser Regeln nennt man Syntax der Sprache.

Dagegen versteht man unter Semantik eines Wortes dessen Bedeutung.

Ein syntaktisch korrektes Wort kann semantisch inkorrekt sein.

Beispiel

Deutsche Autokennzeichen enthalten Buchstaben, Leerzeichen und Ziffern.

Jedes Kennzeichen besteht aus einer Buchstabenkombination mit ein bis drei Zeichen gefolgt von einer Buchstabenkombination mit ein oder zwei Zeichen und einer Ziffernkombination mit ein bis vier Ziffern.

Syntaktisch und semantisch korrekt:

KA PA 777
NES R 15

Syntaktisch korrekt aber semantisch inkorrekt:

ZZT OP 3
ABC DE 578

Syntaktisch inkorrekt;

MAX 089
R2 D2

 

Lösungsvorschlag Übungsblatt

Hefteintrag