Vom 16. bis 18. März 2016 verbrachten die Schülerinnen und Schüler drei Tage in der sächsischen Stadt Leipzig, wo Sie einen Tag auf der bekannten Leipziger Buchmesse zu Recherchezwecken verbrachten und am Tag darauf sogar den Leipziger Bürgermeister Rosenthal interviewen durften.

Auf der Buchmesse informierten sich die 14 Schülerinnen und Schüler einen Tag lang als Fachbesucher über die professionelle Arbeit von Schriftstellern und Verlagen. Da die Messe - die bis vor kurzem noch zur Unterbringung von etwa 1000 Flüchtlingen genutzt worden war – ganz im Zeichen von Themen wie Heimat, Flucht und Migration stand, nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, um sich über Themen wie Rechts- und Linksextremismus, Flüchtlingspolitik und Islam zu informieren. Die Buchmesse bot viele informative und spannende Vorträge. Besonderes beeindruckend war die Geschichte eines Mannes, der den Spuren seines Großvaters gefolgt war, um herauszufinden, ob dieser ein Nazi gewesen war. Auch konnte man Asylsuchenden zuhören, die ihre außergewöhnlichen Lebensgeschichten erzählten.

 

Schüler befragen Leipziger Bürgermeister

Am Tag der Abreise stand für die Schülerinnen und Schüler um 10 Uhr noch ein wichtiger Termin im Neuen Rathaus mit Herrn Heiko Rosenthal, Bürgermeister für Umwelt, Ordnung und Sport, an. Zwei Leipziger Reporterinnen befragten das Presseteam des Kurses, das souverän unser Projekt und Anliegen schilderte. "Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team!", äußerte sich Nicole Richter-Ulmer nach dem Interview. Auch Mattthias Beer, der den Kurs ebenfalls nach Leipzig begleitete, fand den Auftritt der Schülerinnen und Schüler sehr professionell. Bürgermeister Rosenthal wurden gezielte Fragen zur Genehmigung und Ablauf der monatlichen LEGIDA-Demonstrationen in Leipzig gestellt. Er betonte, dass das Versammlungsrecht ein hohes demokratisches Gut sei, das nur in sehr seltenen Fällen begründet eingeschränkt werden dürfe. Die LEGIDA-Demonstrationen dauerten in der Regel drei Stunden. Zwischen 1.000 und 2.000 Polizisten seien präsent, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Heiko Rosenthal sei immer auch selbst persönlich vor Ort, um den Ablauf der Versammlung zu beobachten und Präsenz zu zeigen. In den meisten Fällen bestehe die LEGIDA größtenteils aus extrem rechten Anhängern und dem einen oder anderen Fußballhooligan. Das sei einer der entscheidenden Unterschiede zwischen LEGIDA und PEGIDA, da die Pegida weniger radikalisiert sei und eher von den Dresdener Bürgerinnen und Bürgern getragen werde.

Das Gespräch mit dem Bürgermeister war der krönende Abschluss der gelungenen Studienfahrt. Die Schülerinnen und Schüler nahmen viel mit und das Schönste ist: Sie haben in diesen drei Tagen viel Zeit miteinander verbracht, was dem Gruppenzusammenhalt sehr zu Gute kam.

Text von Katharina Hauser und Katharina Legler

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