Besuch des FranceMobil und Verkauf von französischen Spezialitäten

Wir freuten uns, als das Werner-von-Siemens-Gymnasium das „französische Kulturinstitut auf Rädern“ am 22. Januar 2020, dem Tag der deutsch-französischen Freundschaft, willkommen heißen durfte.
Das FranceMobil steht für ein Programm der französischen Botschaft in Deutschland, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und der Robert Bosch Stiftung, bei dem seit 2002 junge französische Lektorinnen und Lektoren durch ganz Deutschland touren und Grundschulen sowie weiterführende Schulen besuchen, um für die französische Sprache und Kultur zu werben, die Schüler dafür zu sensibilisieren und darauf neugierig zu machen.
Sechs Klassen aus den Stufen 5-7 durften sich auf 90-minütige Workshops in vornehmlich französischer Sprache mit den Lektorinnen Eloïse und Manon freuen. Alle Schüler/-innen waren begeistert, auf so spannende und unkomplizierte Art die Fremdsprache entsprechend ihrem Niveau anzuwenden und zu verstehen. Spielerisch-sportliche Aktivitäten, wie zum Beispiel das Aufstellen in alphabetischer Reihenfolge oder nach Geburtsdatum ohne dabei miteinander zu reden und ohne dabei vom Stuhl zu fallen bedeuteten für die Schüler/-innen Spaß und einen Motivationsschub. Die kreative und sehr anspruchsvolle Aufgabe in relativ kurzer Zeit einen kleinen Comic im Team zu erstellen, in dem die Kinder das schwierige Thema der Diskriminierung angehen und eine Problemlösung aufzeichnen mussten, förderte die mündliche Kommunikation.

Zeitgleich fand in den Pausen der Verkauf von französischen Spezialitäten des P-Seminars Paris statt. Die Aula war gemäß den Farben der Tricolore geschmückt und auf zahlreichen Stellwänden präsentierten sich informative Plakate zum Elysée-Vertrag, der am 22. Januar 1963 von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle im Pariser Elysée Palast besiegelt wurde. Dieses Abkommen hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen wieder einander näher gebracht.

AbiBac Schueler erstellen Quiz

Die SchülerInnen, die zum ersten Mal das AbiBac am WvSG ablegen werden, beteiligten sich an diesem denkwürdigen Tag mit einem Quiz zu den relations franco-allemandes. Das Interesse war bei unseren Jüngsten sehr groß und für viele von Erfolg gekrönt, als sie kleine Preise für ihr Engagement bekamen.
(K. Kopp)

Seit vielen Jahren ist es am Werner-von-Siemens-Gymnasium Tradition, den deutsch-französischen Tag sowohl in den Französischklassen als auch mit der Schulfamilie zu begehen.
Je nach Alter und Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler informieren die Französischlehrkräfte in ihren Unterrichtsstunden über die Bedeutung dieses Tages.
Selbst unsere Fünftklässler, die Französisch als erste Fremdsprache gewählt haben, wissen so von Anfang an über diesen Tag Bescheid. Und nicht selten können sie von den Erfahrungen ihrer eigenen Familie berichten, sei es, dass Großeltern noch die Auswirkungen des Krieges erlebt haben, sei es, dass ihre Eltern bereits an Schüleraustauschmaßnahmen mit Frankreich teilgenommen oder sogar in Frankreich studiert haben.
Die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und vor allem der Oberstufe setzen sich natürlich schon in der Fremdsprache mit der Thematik auseinander und so entstanden aus dem Unterricht heraus auch einige der Plakate, die in der Ausstellung in der Aula am deutsch-französischen Tag zu sehen sind.
Mit allen Sinnen erfahrbar wird dieser besondere Tag für die ganze Schulfamilie bei unserer traditionellen Aktion in der Aula.
Zu sehen ist eine kleine Ausstellung zum Thema mit den bereits erwähnten Plakaten der Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen geschichtlichen Ereignissen in Frankreich bzw. zur französischen Kultur. Eine "Ahnenreihe" aller deutsch-französischen Präsidentenpaare seit Adenauer und De Gaulle unterstreicht die langjährigen Beziehungen beider Länder.
Den kulinarischen Höhepunkt dieses Tages bietet auch traditionell das P-Seminar 'Paris', das an diesem Tag mit Leckereien wie Mousse au chocolat, Tarte à l'orange, Madeleines, Waffeln und vielem mehr in die französische Küche entführt und bei so manchem Erinnerungen an eine Reise nach Frankreich wachwerden lässt – oder dazu anspornt, unser Nachbarland zu besuchen und die Spezialitäten vor Ort zu genießen.
Und zu guter Letzt bietet der AK Radio auch noch die passende akustische Umrahmung, indem in beiden Pausen zeitgenössische französische Musik gespielt wird.

 

Stellwände

Stellwand 1a

Stellwand 1b

Die Präsidentenpaare von Charles de Gaulle und Konrad Adenauer bis hin zu Jacques Chirac und Helmut Kohl:

Stellwand 3

Stellwand 4

Flyer

Der in diesem Jahr zum ersten Mal in den Französischklassen verteilte Flyer soll den Schülerinnen und Schülern eine Übersicht über die geschichtlichen Ereignisse bieten und sie je nach Niveau auch zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem Thema animieren.

Flyer in neuem Tab öffnen 

 

 

 

Seit vielen Jahren ist es am Werner-von-Siemens-Gymnasium Tradition, den deutsch-französischen Tag sowohl in den Französischklassen als auch mit der Schulfamilie zu begehen.
Je nach Alter und Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler informieren die Französischlehrkräfte in ihren Unterrichtsstunden über die Bedeutung dieses Tages.

Wenn möglich, wird auch ein ganz besonderes Ereignis geboten. In diesem Schuljahr fand es aus terminlichen Gründen etwas vorgezogen bereits am 11. Dezember 2018 statt, als der französische Sprach- und Bildungsattaché, Monsieur Louis Marandet, unserer Schule seinen Besuch abstattete.

Eine ganze Unterrichtsstunde nahm er sich für einen kurzen Vortrag und eine anschließende Diskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Französischkurse in der Q11 und Q12 Zeit.

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Ausgehend von seinen eigenen Erfahrungen betonte Monsieur Marandet, wie wichtig es sei, dass die heutigen Jugendlichen eine gewisse Vertrautheit mit dem Nachbarland haben, dass sie dessen Sprache sprechen, die Kultur des Nachbarlandes verstehen.
Er schilderte lebhaft, wie in München bereits Kleinkinder im Kindergarten mit der französischen Sprache vertraut gemacht werden, wie schnell es zur Selbstverständlichkeit wird, mit der Sprache zu leben. Schließlich schlug er noch einen Bogen von der deutsch-französischen Freund-schaft zur Gesamtheit der französischsprachigen Staaten (Frankophonie). Auf Nachfrage der Schülerinnen und Schüler erläuterte er seine Aufgaben als Sprach- und Bildungsattaché und hob die Bedeutung des Institut français hervor, wobei er auch die Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Unterstützung für Französischschülerinnen und -schüler darstellte. In diesem Zusammenhang verwies er auf die vielfältigen Austauschmöglichkeiten mit Frankreich, die unter anderem vom deutsch-französischen Jugendwerk, französisch OFAJ, angeboten werden.
Da zum Zeitpunkt des Besuchs von Monsieur Marandet die Gelbwestenbewegung (les gilets jaunes), eine der größten Protestbewegungen in Frankreich der letzten Jahre, ihren Höhepunkt erreichte, ging er natürlich auch auf diese aktuelle Entwicklung ein und erläuterte den Zuhörern die Beweggründe der Protestierenden, so dass sie einen guten Einblick in die aktuelle gesell-schaftliche und politische Situation unseres Nachbarlandes bekamen.

Nachdem sich Monsieur Marandet im Rahmen der Podiumsdiskussion vom beeindruckenden sprachlichen Niveau unserer Oberstufenschüler überzeugen hatte können, wollte er anschließend – sozusagen im Kontrast dazu – erleben, wie sich der Anfangsunterricht im Fach Französisch in der 5. Klasse gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b, die Französisch als erste Fremdsprache lernen, erwarteten gespannt Monsieur Marandets Besuch – für viele von ihnen der erste Kontakt mit einem „echten“ Franzosen. Mit entsprechend vielen Fragen durchlöcherten die Schülerinnen und Schüler ihre Französischlehrerin Frau Schmid im Vorfeld – die Legendenbildung ging sogar so weit, dass ein Fünftklässler mutmaßte, dass vielleicht der französische Präsident Macron persönlich vorbeikäme, um sich von ihren Französischkenntnissen zu überzeugen … Die Anspannung wich jedoch schnell der Begeisterung, als sich der charismatische Kulturattaché auf Französisch der Klasse vorstellte: „J’habite à Munich, mais je suis de Paris. J’ai deux filles …“ – all das verstanden die Schülerinnen und Schüler trotz ihrer wenigen Wochen Französischunterricht perfekt, so dass von Beginn an das Eis gebrochen war. Im Anschluss setzte sich Monsieur Marandet, dem Schülernähe offensichtlich ein Anliegen war, jedoch erst mal mitten unter die Fünftklässler, um sie im Französischunterricht zu erleben.

Er zeigte sich tief beeindruckt vom Engagement und der Motivation der Schülerinnen und Schüler – so beeindruckt, dass er die Klasse spontan einlud, ihn im Sommer in München im Institut français zu besuchen. Bei der abschließenden Fragerunde – dieses Mal dann doch auf Deutsch – konnten die Schülerinnen und Schüler nun endlich ihre vielen Fragen stellen, die Monsieur Marandet allesamt äußerst freundlich und humorvoll beantwortete, so dass ihn die Klasse am Ende kaum ziehen lassen wollte.
Der Besuch des Kulturattaché wird für unsere Französischschülerinnen und –schüler mit Sicherheit als etwas Besonderes in Erinnerung bleiben, zeigt er doch "gelebte deutsch-französische Beziehungen".