Paris 2018

Il est cinq heures, Paris s'éveille

Das P-Seminar Paris, zwischen Großstadt, Kultur und Geschichte

Um vier Uhr morgens noch etwas verschlafen in Regensburg, mittags hellwach und aufgeregt in Paris und dann geht es auch schon direkt zu unserer Jugendherberge (MIJE) nahe der Ile Saint Louis.

Von dort aus zieht es uns zu der von Hector Guimard im Jugendstil entworfenen Synagoge, und dann weiter in die Rue des Rosiers, im Herzen von Marais, mit ihren koscheren Bäckereien und Falafel-Restaurants. Das Marais ist eines der wohl vielfältigsten Stadtteile von Paris, mit seiner überall sichtbaren Street Art und den von Regenbogenfahnen flankierten Zebrastreifen. Wir lassen uns treiben und stehen plötzlich vor dem Centre Georges Pompidou, um von ganz oben in den gläsernen Röhren einen ersten Ausblick über Paris und vor allem auf den Eiffelturm zu genießen.

Laut hupende Autos, wehende Fahnenmeere und Tausende vom WM Sieg berauschte Fußballfans lassen uns den Besuch des Arc de Triomphe auf das Ende der Woche verschieben, stellen jedoch für sich eine Kuriosität dar.
Stattdessen gehen wir, mit einem köstlichen Eis von Berthillon in der Hand, am ersten Abend über die Seine-Inseln zur Kathedrale Notre-Dame de Paris im Herzen der Ile de la Cité. Straßenmusik erklingt in unseren Ohren.

In den nächsten Tagen schlendern wir mit dem einen oder anderen Baguette unter dem Arm vorbei an den Bouquinisten entlang der Seine und besuchen das Centre du Monde Arabe. An der südlichen Fassade wird der Einfall des Sonnenlichts durch tausende Irisblenden hinter der Glasfassade reguliert, die sich computergesteuert stufenlos öffnen und schließen.
Wir erhalten eine Führung durch die Grande Mosquée sowie dem in ihr gelegenen prächtigen Garten. Anschließend fahren wir zu den Galéries Lafayette von deren Dachterrasse man einen atemberaubenden Blick direkt auf die Opéra Garnier genießen darf.

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Dem Passantenstrom folgend, missachten wir die eine oder andere rote Ampel und stehen plötzlich vor der englischen Buchhandlung Shakespeare and Company, um anschließend den Louvre zu besuchen und bei einer Bootsfahrt auf der Seine teilzunehmen. Und das alles bei herrlichstem Wetter.

Die Métro geleitet uns zum Arc de Triomphe, von dessen Aussichtsplattform man die Champs Elysées bestaunen kann, die wohl ab und zu von Pariser*innen mit der von ihnen bekannten Modestität, als schönste Sichtachse der Welt bezeichnet wird.

Gleichwohl sind wir auch auf die historischen Gegebenheiten bedacht. Gerade weil wir in dem traditionell jüdischen Viertel von Paris wohnen, sprechen wir ausführlich über den Massenmord im Vélodrome d’Hiver (1942) und den deutsch-französischen Beziehungen auch in der dunkelsten Zeit ihrer gemeinsamen Geschichte. In einer kleinen Gruppe besuchen wir die zentrale Gedenkstätte der Shoah in Paris: Ein beeindruckendes Gebäude von ungeahnter Größe, das einem die Sprache verschlägt.

Tags darauf läuft uns schon wieder ein kalter Schauer über den Rücken als wir die teilweise als Museum zugänglichen Katakomben von Paris besuchen: Ein makabrer Spaziergang vorbei an Millionen von Gebeinen, fein säuberlich aufgestapelt links und rechts des Weges.
An einem wunderschönen lauen Abend in der Dämmerung erklimmen wir zusammen den Montmartre und betrachten, nach einem Besuch der Sacré Coeur und einem Blick auf das Sinking House, die Lichter von Paris während es langsam dunkler wird.

Paris ton charme est légendaire.

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Als Teilnehmende dieser großartigen Reise ist es wichtig, Frau Kopp und Herrn Hess zu danken, dank derer exzellenten Ortskunde, Fachwissen und bon état d’esprit sowie einem gleichwohl guten Zeitmanagement, wir viel gesehen und erlebt haben, immer Rat einholen konnten, jedoch auch genug frei zur Verfügung stehende Zeit hatten und dank derer die Reise so unglaublich interessant, herzlich und vielseitig wurde.

Richard Elrod Q12

Paris 2017 Reisebericht

Paris, je t’aime: Studienfahrt nach Paris im Juli 2017

P-Seminar von Frau Schmid in Begleitung von Herrn Köpf

Vier Uhr morgens Treffen am Regensburger Hauptbahnhof: unsere aufregende Reise begann! Erst ging es nach München und von dort entspannt in Rekordzeit mit dem TGV nach Paris, am Gare de l‘Est angekommen schnell in die Métro und direkt zu unserem Jugendhotel (MIJE). Ein perfekter Plan mit nur einem kleinen Haken am Ende: Nicht alle hatten es mit ihren schweren Koffern auf Anhieb in die Metro geschafft! Dank Handy ließ sich das Problem zum Glück rasch lösen, und am Ende standen wir alle wohlbehalten und voller Neugier auf Paris in der Unterkunft. Mit einem kleinen Spaziergang durch das Marais, dem einstigen jüdischen Viertel von Paris, in dem wir äußerst zentral untergebracht waren, ging das Programm sofort los – inklusive eines leckeren Mittagessens bei „L’As du Fallafel“ in der Rue des Rosiers, einem Restaurant, das mehrfach für seine Falafel, eine der Spezialitäten des Marais, ausgezeichnet worden ist.

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Paris 2017- das P-Seminar

Einmal die Rolle des Stadtführers übernehmen, ein auf eine Gruppe junger Menschen zugeschnittenes Programm für eine mehrtägige Parisreise entwickeln, eine passende Route für einen thematischen Spaziergang ausarbeiten und schließlich einen professionellen Reiseführer erstellen: Dies waren die Herausforderungen, denen sich die Seminarteilnehmer im P-Seminar Paris stellten. Der Realitätstest war dann die Parisreise im Juli 2017, bei der sich die Seminarteilnehmer in der französischen Metropole in ihrer Rolle als Stadtführer erproben konnten und gleichzeitig Material für den geplanten Reiseführer sammelten.

Das P-Seminar Paris gliederte sich prinzipiell in zwei Teile: Während in 11/2 die konkrete Planung und Durchführung der Parisreise im Vordergrund stand, widmeten wir uns in 12/1 der Gestaltung unseres Reiseführers. Zu Beginn des Seminars standen nach einer thematischen Hinführung und der Definition der Ziele zunächst die Teambildung und die Wahl der Themenschwerpunkte im Zentrum. In Zweierteams entwickelten die Schülerinnen und Schüler anschließend Stadtführungen zu einer breiten Palette unterschiedlich gelagerter Themen. Ziel war es, neben „Klassikern“ auch Programmpunkte aufzunehmen, die sich deutlich von herkömmlichen Städtereisen absetzen. Das Spektrum reichte von der Ausarbeitung einer Route für eine geführte Fahrradtour durch das Quartier Latin über einen Street Art-Spaziergang durchs Marais bis hin zu einer professionellen Führung quer durch die Pariser Katakomben. Neben der inhaltlichen Recherche, dem Erwerb fundierter Fachkenntnisse und der gezielten Auswahl relevanter Inhalte, die für die einzelne Stadtführung interessant sein könnten, setzten sich die jeweiligen Teams auch mit vielen praktischen Fragen auseinander: Wie funktioniert das Leihrad-System vélib? Welche Leihrad-Station bietet sich als Ausgangspunkt an, damit für die große Gruppe garantiert eine ausreichende Zahl an Rädern vorhanden ist? Welche Route verläuft auf sicheren Radwegen? Wie muss ich meinen Spaziergang durch Montmartre gestalten, um wirklich erst nach Einbruch der Dunkelheit vor dem nachts besonders eindrucksvollen Moulin Rouge zu stehen? Welche Öffnungszeiten, Buchungsmodalitäten und Wegstrecken gilt es zu beachten? Mit Unterstützung der Kursleiterin Frau Schmid erarbeiteten die Seminarteilnehmer Dossiers und planten detailliert den von ihnen zu gestaltenden Programmpunkt und die einzelnen Stationen ihrer Führung. Um die Reisekasse aufzubessern, organisierte das Seminar mit viel Engagement ein Buffet voller französischer Köstlichkeiten für den französischen Abend im Rahmen des Schuljubiläums, das sehr großen Anklang beim Publikum fand.

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Paris 2017 Auszüge aus dem Reiseführer

Nach der Rückkehr aus Paris und einer ausführlichen schriftlichen und mündlichen Evaluation der Studienfahrt widmeten wir uns der gemeinsamen Erstellung eines Reiseführers. Dies umfasste die Redigierung und Überarbeitungder Textbeiträge, die Festlegung des Layouts, die Integration des Bildmaterials inclusive der erforderlichen Bildbearbeitung und schließlich eine sorgfältige Endredaktion. Inspirieren ließen wir uns dabei auch während eines Besuchs der Reisebuchhandlung Freytag & Berndt, deren Mitarbeiter uns einen Nachmittag lang freundlicherweise nicht nur Einblicke in die Unternehmensstruktur gaben, sondern uns auch über die Gestaltung und den Vertrieb von Reiseführern und Kartenmaterial informierten. So entstand am Ende des P-Seminars ein anspruchsvoller, optisch ansprechender Reiseführer, auf den alle Seminarteilnehmer zu Recht stolz sein können, und der gleichzeitig eine Reise voller nachhaltiger Eindrücke dauerhaft dokumentiert.

 Street Art

Auszug "Street Art" aus dem Reiseführer Paris als pdf-Dokument ansehen und herunterladen

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Als deutsche Studentin in Paris: Interview mit der ehemaligen Siemens-Schülerin Marie Weigert

Marie Weigert, eine ehemalige Schülerin des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, die selbst bereits 2012 an der Paris-Fahrt mit Frau Schmid teilgenommen hat, hat sich nach dem Abi-tur für ein Auslandsjahr in eben dieser idyllischen Stadt entschieden. Nach weiteren zwei Jahren Studium in Berlin ist sie für zwei Auslandssemester im Rahmen des Erasmus-Programms zurückgekehrt und war so genau zu der Zeit, zu der auch das P-Seminar im Juli 2017 nach Paris reiste, dort. Wir haben sie dort getroffen, und sie erzählte uns ein wenig über ihr Leben als deutsche Studentin in Paris, wie sich das Uni-Leben dort gestaltet und was dabei besonders zu beachten ist.

08 Montmartre 22

Wie war es, sich anfangs in Paris einzugliedern? Gab es besondere Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche oder beim Aufbau von sozialen Kontakten? (Insbesondere im Vergleich zu Deutschland/Berlin)

Die sozialen Kontakte waren durch meinen Paris-Berlin-Kontakt gegeben, aber ansonsten ist das schwer in Paris. Die Uni bietet viel weniger Studierenden-Leben (Cafeten, Aufenthalts-orte, kulturelle Veranstaltungen), wo man Leute gut kennenlernen könnte. Für Erasmus-Studierende gibt es allerdings recht viele Partys und Bar-Abende. Nur sich mit Franzosen anzufreunden ist wahrscheinlich schwieriger. Ich bin mir auch relativ sicher, dass ich nicht in den Pariser Freundeskreis gekommen wäre, wäre ich nicht eine Freundin eines Freundes gewesen. Diese etwas elitäre Gruppenbildung ist wahrscheinlich in den meisten Städten zu finden, aber ist mir in Paris überdurchschnittlich aufgefallen.

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Paris 2016

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Paris 2015

Paris, je t’aime

Im Rahmen des P-Seminars „Organisation einer Parisfahrt“ durften wir fünf Tage in der Hauptstadt Frankreichs verbringen. Nach einer elfstündigen (und schlaflosen) Busfahrt erreichten wir endlich unser Ziel: Paris! Auf dem Weg zu unserer Unterkunft, zur Mije, sammelten wir bereits erste Eindrücke von der Stadt der Liebe. Uns blieb nur eine kurze Pause, denn um die Mittagszeit sollten wir schon den Eiffelturm erklommen haben, von wo aus wir dank des schönen Wetters einen wunderschönen Ausblick genießen konnten. Neben dieser wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit von Paris besichtigten wir auch noch den Louvre und das Musée d’Orsay sowie die Notre Dame und das Centre Pompidou.

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